25.04.2018

Ein sichtbares Zeichen

Margarete Junge, Wegbereiterin der deutschen Reformkunst und großartige Lehrerin, starb 1966 in Hellerau. Schon 1934 war sie aus ihrem Professorenamt entlassen worden und lebte danach zurückgezogen in einem Haus „Am grünen Zipfel“. Vorangegangen waren Jahre der öffentlich wirksamen Produktivität und Kreativität. Seit 1901 arbeitete sie für die Deutschen Werkstätten. Sie war eine von erstaunlich vielen Frauen, die unser Unternehmensgründer Karl Schmidt als Entwerferinnen schätzte und unterstützte. Dieses Thema gehört zu den weitgehend unbekannten Kapiteln unserer Geschichte  und wird in einer Ausstellung des Kunstgewerbemuseum Schloss Pillnitz ab November 2018 unter dem Titel „Wider die Unsichtbarkeit“ thematisiert. Die Enthüllung einer Gedenktafel für Margarete Junge auf dem Alten Friedhof der Kirchgemeinde Klotzsche in Hellerau ist schon vorab eine stille Aufforderung zur Erinnerung an diese außergewöhnliche Künstlerin. Vielen Dank an die Margarete-Junge-Gesellschaft e.V. als Initiatorin der Ehrung und für die Unterstützung durch die Kirchgemeinde Klotzsche.

Bilder:

1.    Bei der Enthüllung (v.l.n.r.: Olaf Börnert, Pfarrer der Ev.-Luth. KirchgemeindeDresden Klotzsche; Jürgen Vietig und Marion Welsch von der Margarete-Junge-Gesellschaft e.V.; Anette Hellmuth, Deutsche Werkstätten; Klaus-Peter Arnold).

2.    Gedenktafel Margarete Junge

Fotos: PR DW