Solaranlage

Hauptwerk in Hellerau erhält eine Solaranlage

Die Deutschen Werkstätten investieren verstärkt in den Einsatz erneuerbarer Energien an ihren Standorten. So entsteht derzeit auf dem Dach des Unternehmensgebäudes in Hellerau die größte Solaranlage des Dresdner Nordens. Auf der rund 2000 Quadratmeter großen Fläche hat die SunStrom GmbH zuletzt etwa 1500 Solarmodule montiert. Nach dem Anschluss an das hiesige Stromnetz wird mit einer Jahresleistung von etwa 440000 Kilowattstunden gerechnet.

75 Prozent des erzeugten Stroms nutzen die Deutschen Werkstätten selbst, 25 Prozent werden ins Netz eingespeist. „Die Idee und erste Ansätze dazu haben im Jahr 2019 vier unserer Tischler-Lehrlinge im Rahmen eines Umwelt-Projektes der Mittelstandsinitiative entwickelt. Wir freuen uns, dass das Engagement unserer jungen Kollegen nun nach weiteren Planungen zu diesem Ergebnis geführt hat“, sagt Fritz Straub, Geschäftsführender Gesellschafter der Deutschen Werkstätten. 

Gute Erfahrungen hat das Unternehmen bereits mit einer Solaranlage am Fertigungsstandort in Großröhrsdorf gemacht, der im Mai 2020 eröffnet worden war. Auf der kleineren Dachfläche wurden 270 Module montiert, die eine jährliche Leistung von 80000 Kilowattstunden erbringen. 

Ein Mitarbeiter der SunStrom GmbH installiert Photovoltaikmodule auf dem Dach der Deutschen Werkstätten in Dresden-Hellerau. Drei Viertel der erzeugten Stroms nutzt das Unternehmen selbst, ein Viertel wird ins Netz eingespeist. Fotos: DW/ André Wirsig

Zudem wurden in Großröhrsdorf Wärmepumpen und ein Spänekessel installiert, sodass das Gebäude komplett unabhängig von fossilen Brennstoffen ist. Für die aktuelle Baumaßnahme in Dresden-Hellerau haben die Deutschen Werkstätten die SunStrom GmbH angefragt, die nicht nur ein direkter Nachbar im historischen Gebäudeensemble ist, sondern mit ihrer mehr als 20-jährigen Firmengeschichte über eine große Expertise verfügt. Für die SunStrom GmbH ist die Installation auf dem Dach in Dresden-Hellerau zugleich die 5000. Anlage. Frühere Anlagen des Unternehmens finden sich beispielsweise auf den Dächern der BMW-Welt in München oder den Bosch-Parkhäusern am Stuttgarter Flughafen.

2017 hat das Unternehmen zudem die Anlage auf dem Bundeskanzleramt saniert, 2019 eine neue Anlage auf dem Dresdner Kongresszentrum geplant und realisiert. „Die Themen Energiekosteneinsparung und Nachhaltigkeit gewinnen für Unternehmen immer mehr an Bedeutung, weshalb Investitionen in solch ökonomisch und ökologisch sinnvolle Konzepte stark zunehmen“, sagt SunStrom-Geschäftsführer Reiner Matthees. 

So auch bei den Deutschen Werkstätten. In Kooperation mit SunStrom sollen neben dem Unternehmensneubau am Moritzburger Weg noch in diesem Jahr zwei neue Ladesäulen für Elektrofahrzeuge entstehen. Eine Ladesäule gibt es bereits, da das Unternehmen ein Elektroauto im Fuhrpark hat. Die neue Photovoltaikanlage wird in den kommenden Wochen angeschlossen und spätestens im Oktober in Betrieb gehen.

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