Unsere Zeit ist gekommen

Die Deutschen Werkstätten in Russland

Der Markteintritt in Russland war hart für die Deutschen Werkstätten. Mit Ausdauer hat die Niederlassung in Moskau, die Deutsche Werkstätten Interior (DWI) eine Durststrecke von 2006-2012 überlebt. Jetzt ist DWI der Ansprechpartner für europäische Qualität in der russischen Hauptstadt. Geschäftsführer Daniel Neumann registriert eine sehr große Nachfrage: „Momentan arbeiten wir an einem Einfamilienhaus mit 6000 Quadratmetern Fläche und an zwei Penthäusern. Auf der Akquiseliste stehen 20 weitere Projekte.“ Das Problem, das sich aus dem Erfolg ergibt, ist nicht leicht zu lösen: Kunden, mit denen monate- oder gar jahrelang über Projekte gesprochen wurde, möchten nicht weitere Jahre warten, bis es umgesetzt wird. „Ich kann dann nicht sagen: Kommt bitte 2022 wieder. Das versteht kein Kunde.“  DWI werden also in jeder Hinsicht wachsen.

2018 wurde eine neue Fertigungshalle mit 2300 Quadratmetern Fläche fertiggestellt. Eine Nachbarhalle ist bereits angefragt. Die Belegschaft soll bis 2022 auf 60 Fachkräfte verdoppelt werden. Partnerunternehmen werden gesucht und gefunden.

Die in Deutschland alltäglichen Nachwuchsprobleme oder den hiesigen Fachkräftemangel erlebt Daniel Neumann in Russland nicht: „Bei mir melden sich Bewerber, die vier Sprachen sprechen, die teilweise in Deutschland studiert haben, die mit Auto-CAD arbeiten. Wenn wir sie weiter schulen, können wir sie richtig gut einsetzen.“ Wenn dann noch Glück bei neuen Führungskräften hinzukommt, ist der Erfolg nachvollziehbar und ausbaufähig.

Daniel Neumann ist nachhaltig begeistert von seinem Projektleiter Benjamin Pettermann. „Benjamin hat uns seit seinem Antritt 2018 enorm vorangebracht. Es macht sich bemerkbar, dass wir nun zu zweit akquirieren.“ Der Bauingenieur Pettermann hatte, ohne es zu ahnen, die Diplomarbeit geschrieben, die das Geschäft der Deutschen Werkstätten in Russland trefflich beschreibt: „Genehmigungsverfahren für Hochbauten in Russland - mit dem Fokus auf Moskau.“ Nach seinem Studium arbeitete Pettermann neun Jahre für ein anderes Unternehmen auf zahlreichen Baustellen in Russland. 2018 lernte er DWI bei den Arbeiten in der Schweizer Botschaft in Moskau kennen, war sehr beeindruckt vom professionellen Auftritt der Dresdner und brauchte nicht lange nachdenken, als der das Angebot von DWI erhielt.

Mit der Expertise seines neuen Kollegen sieht Neumann gute Chancen, nicht nur Innenausbau, sondern verstärkt komplette Bauprojekte und Baumanagement anzubieten. „Der Markt ist reif. Wir müssen es nur noch umsetzen. Schön zu sehen, dass das Russlandgeschäft endlich funktioniert!“

 

 

Villa, Moskau, Treppenhaus © Bildinhalte: Deutsche Werkstätten, © Fotos: Frank Herfort