02. Dezember 2015 – 01. April 2016

Ursula Sax: Modell & Wirklichkeit

Realisierte und nicht realisierte Projekte von 1950-2015

Übernahme einer Ausstellung aus der Galerie Semjon Contemporary, Berlin

Ursula Sax künstlerische Tätigkeit begann 1950 offiziell, als sie als 15-jähriges Mädchen zum Studium der Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste Stuttgart zugelassen wurde, und sie dauert noch heute an. Ihr komplexes Werk fächert sich in viele Werkphasen auf, die während des Studiums in Stuttgart, später in Berlin bei Uhlmann (1955–1960) und auch danach eindrucksvoll den Geist der sogenannten Nachkriegsmoderne verkörpern. Diesen Geist hat sie überzeugend als junge Künstlerin ‚inhaliert’ und als Antwort darauf autonome Skulpturen geschaffen – und diesen Geist fortan mitgestaltet. Die Künstlerin, ab den späten 80ern als Professorin für Bildhauerei in Berlin, Braunschweig und Dresden tätig, beschäftigt sich seit 60er Jahren u.a. mit der Skulptur im öffentlichen Raum und formuliert durch die jeweils neuen Herausforderungen eine individuelle, darauf antwortende bildhauerische Sprache, die dann auch Eingang findet in ihre begleitende Atelierpraxis und umgekehrt. Die Ausstellung zeichnet den vielfältigen und abwechslungsreichen Schaffensweg von Ursula Sax nach und überrascht mit so einigen Werken, die entweder unbekannt sind oder der Vergessenheit entrissen wurden, wie z. B. „almeno due“, ihrem ersten Auftragswerk von 1957, das auf einem Dachboden zerlegt und beschädigt seit einem Jahrzehnt dort ‚lagerte’ und wiederentdeckt, restauriert und zu neuem Leben erweckt wurde.

Text: Semjon H. N. Semjon

 

Ausstellungsdauer: 3. Dezember 2015 bis 26. Februar 2016

Verlängert bis 1. April 2016

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, 9.00 bis 17.00 Uhr

(nicht an Feier- und Brückentagen)

Ausstellungsort: Deutsche Werkstätten (Unternehmensneubau),

Moritzburger Weg 68, 01109 Dresden

Telefon: +49 351 21 590-202, www.dwh.de

Anfahrt: Straßenbahnlinie 7 (Haltestelle Moritzburger Weg)

oder 8 (Haltestelle Am Hellerrand)

Fotos: Lothar Sprenger