14. März 2013 – 31. Mai 2013 · 09:00 Uhr

Werner Schellenberg: Spuren und Zeichen

Der Dresdner Maler und Grafiker Werner Schellenberg (*1943) hinterließ unabhängig vom politischen Wandel Spuren und Zeichen in der nationalen Kunstszene. Er prägte außerdem über Jahre das Programm der Werkstättengalerie mit und gestaltete dabei maßgeblich deren Pofil. Diesen Tatsachen trugen wir schon 2003 Rechnung, als wir zum ersten Mal eine Schau seiner Werke in unserer Galerie zeigten. Seitdem ist viel Neues entstanden, das in einer neuen Präsentation der Öffentlichkeit vorgestellt werden soll. Es wird allerdings nicht nur das neue, sondern auch das eine oder andere ältere Werk zu sehen sein. Ein produktiver Künstler wie Werner Schellenberg erklärt sich nur aus diesem Kontext.
Nach wie vor setzt Werner Schellenberg mit jedem Strich seine Zeichen auf das Weiß des Papiers oder auf den Malgrund, der manchmal kaum noch Mal-, sondern Baugrund ist. Er ist dabei ein Suchender. Auf die materiellen Zeichen und Spuren dieser Suche muss der Betrachter sich emotional und rational einlassen. Dann berichten sie von Kämpfen, Versöhnungen, Unsicherheiten, Freude und auch von Wut. Manches ist expressiv, manches stark zurückgenommen nach anfänglichem Überschwang. Anderes, sorgfältig Erbautes, wird wiederum mit einem Strich infrage gestellt oder gar zerstört. Spannungen entstehen und nachvollziehbare Transformationen der Bildoberfläche. Die Oberflächen haben Tiefe, sind geschichtete Sedimente in Farbe. Einmal sind sie dunkel und dann, mit einem kurzen Lichteinfall, beginnen sie zu leuchten. Darüber hinaus gibt es auch noch die fast lyrischen, schwungvoll gegebenen Zeichnungen, die unerwartet auch das Gegenständliche als Ausdrucksmittel nutzen. Werner Schellenbergs Bilder sind Aufforderungen zum Mitmachen – im Sehen wie im Denken. Er ist immer für eine Überraschung gut.
Wie sagte der Kurator Colin Ardley vor kurzem: „Werner ist einer der spannendsten Künstler im Land.“ Das finden wir auch und deshalb freuen wir uns, Sie zu dieser neuen Ausstellung einladen zu können.

Vernissage: 13. März 2013, 19.30 Uhr

Grußwort: Fritz Straub

Einführung in der Ausstellung: Dr. phil. Axel Schöne

Ausstellungsdauer: 14. März 2013 bis 31. Mai 2013

Ausstellungsort: Deutsche Werkstätten (Unternehmensneubau), Moritzburger Weg 68, 01109 Dresden, Telefon +49 (0) 351 21 590-202

Anfahrt: Straßenbahnlinie 7 (Haltestelle Moritzburger Weg) oder 8 (Haltestelle Am Hellerrand)

Der Eintritt ist kostenfrei und Parken auf dem Parkplatz des Unternehmens möglich.

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, 9.00 bis 17.00 Uhr (nicht an Feiertagen)

Fotos: Lothar Sprenger