22. Januar 2015 – 17. April 2015

Lorenz Estermann: dream/home

Die Kunst von Lorenz Estermann

Text und Copyright: Prof. Peter Baum

Das Alte und Abgebrauchte, der von Nichtarchitekten gebastelte Funktionalismus, interessiert ihn (Lorenz Estermann d.V.) mehr als stereotype Verwendbarkeit, architektonische Moden und die anfängliche (…). Mit billigen, armen, ausrangierten Materialien (Sperrholz, Wellpappen, diversen Papieren, Kartons und da und dort einigen Holzstäben) geht der in Wien und Linz lebende Künstler ans Werk, erfindet und baut aus all dem, was überall herumsteht und auf bessere Zeiten hofft, neue Kleinarchitektur.: lapidar und verschroben, hochsensibel abgestuft und mit humorigen Fallen und Einbauten versehen, die meist erst auf den zweiten Blick sichtbar werden. Das breite Assoziationsspektrum, das Estermanns Architekturen auftun, unterstreicht aber auch unmissverständlich den sozialen Kontext derartiger anonymer Bauwerke. Viele von ihnen spürt er auf Reisen in ehemaligen Ostblockstaaten auf und fotografiert sie ebenso wie neue Billighochhäuser und jene gleichförmigen Kommunalbauten, deren Abbruch oft nur eine Frage der Zeit und des Geldes ist. An den Schnittstellen von Architektur, Zeichnung, Fotografie und Malerei konfrontiert der in jüngster Vergangenheit europaweit in renommierten Galerien und Museen erfolgreiche (österreichische) Künstler mit überarbeiteten Farbprints und vielen Beispielen hochsensibler parodistischer Objektkunst.

 

Kurzinformationen zur Ausstellung:

Eröffnung: 21. Januar 2015, 19.30 Uhr

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, 9.00 bis 17.00 Uhr (nicht an Feier- und Brückentagen)

Anfahrt: Straßenbahnlinie 7 (Haltestelle Moritzburger Weg) oder 8 (Haltestelle Am Hellerrand).

Der Eintritt ist kostenfrei und Parken auf dem Parkplatz des Unternehmens möglich.

Fotos Lothar Sprenger