09. Oktober 2014 – 12. Dezember 2014

Kai Schiemenz: Splitter

Kai Schiemenz ist ein Nomade. Er bewegt sich in der Welt der Kunst wie auf dem Globus: von Australien nach London, aus dem Oderbruch nach Berlin, von der Installation zur Grafik, von der Plastik zur Malerei. Damit ist ein Wesensmerkmal von ihm schon hinreichend erfasst: er bewegt sich. Das ist nicht nur physisch gemeint, sondern auch geistig. Diese innere Bewegung findet ihre Form dann im Werk, unter Umständen auf ganz verschlungenen Wegen. Dabei gibt es generell eine Interaktion mit dem möglichen Betrachter. Er ist einbezogen in die Vorarbeit von Schiemenz´ Kunst, in die Reflexion und Recherche. Die Werke von ihm sind nie Selbstzweck ohne Hintergrund. Es scheint fast zwangsläufig, dass der Künstler dabei über Grenzen gerät. Er ist oft an Schnittstellen zu finden. Neues und Anderes scheinen ihn zu reizen. Ein sehr bedachter Nomade, der alle theoretischen und praktischen Räume bedenkt und gern ausnutzt. Dies wird auch am Spektrum der Arbeiten deutlich, die in der Werkstättengalerie zu sehen sind. Sie sind Splitter dieser vielfältigen Wechsel und machen eine Breite an Denkräumen auf, die auch den Betrachter zur Bewegung auffordern – im inneren und äußeren Raum.

 

Kai Schiemenz wurde 1966 in Erfurt geborenund lebt als freischaffender Künstler in Berlin. Er studierte 1992-1998 Bildende Kunst in der Klasse von Prof. Lothar Baumgarten an der Universität der Künste Berlin und erhielt 2000 den Gasag Kunstpreis. Er war unter anderem Stipendiat des Hauptstadt Kulturfonds, der Villa Aurora in Los Angeles und des PS1 residency programs, New York. Seit den 90er Jahren stellt er international aus, u.a in folgenden Zusammenhängen: 2012 Mr. Hyde, PayneShurvell London (UK), griffelkunst Hamburg (D), Kunstverein Wuppertal (D) Positions, Galerie Eigen + Art Leipzig; Galerie Stihl, Waiblingen (D); 2011 Ube Biennale (JP); Neue Realitäten, Staatliche Museen zu Berlin/ Kupferstichkabinett; Wir sind alle Astronauten – Universum Richard Buckminster Fuller, MARTHa Herford (D); The Knot, Bucharesti, Warschau, Berlin; Concrete Geometries, AA London; 2010 lush life, Lehmann Maupin Gallery NYC (USA); Light Projects, Melbourne (AU); International Garden Festival Le Metis (CA); Berlinische Galerie; Akademie der Künste, Berlin; 2009 - Kappatos Gallerie, Athen uvm.

 

Ausstellungseröffnung: 8. Oktober 2014, 19.30 Uhr

Begrüßung: Jan Jacobsen, Geschäftsführer der Deutschen Werkstätten

Einführung in die Ausstellung: Dr. Sebastian Preuss, stellvertretender Chefredakteur der „Weltkunst“

 

Zur Eröffnung der Ausstellung laden wir Sie, Ihre Familie und Freunde herzlich ein.

 

Ausstellungsdauer: 9. Oktober 2014 bis 12. Dezember 2014

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, 9.00 bis 17.00 Uhr (nicht an Feier- und Brückentagen)

Ausstellungsort: Deutsche Werkstätten (Unternehmensneubau), Moritzburger Weg 68, 01109 Dresden, Telefon +49 351 21 590-202, www.dwh.de

Anfahrt: Straßenbahnlinie 7 (Haltestelle Moritzburger Weg) oder 8 (Haltestelle Am Hellerrand).

Der Eintritt ist kostenfrei und Parken auf dem Parkplatz des Unternehmens möglich.

 

Fotos: Lothar Sprenger