26. Mai 2011 – 29. Juli 2011 · 14:48 Uhr

Ronald de Bloeme: Reizleitungen

Mit dieser Ausstellung von Ronald de Bloeme ist es den Deutschen Werkstätten gelungen, einen führenden Vertreter der internationalen Gegenwartskunst nach Dresden-Hellerau zu holen.

Ausstellungszeitraum: 26.05. bis 29.07.2011/ Ort: Unternehmensgebäude Deutsche Werkstätten, Moritzburger Weg 68, 01109 Dresden/ Öffnungszeiten: montags bis freitags, 9:00 bis 16:00 Uhr (nicht an Feiertagen)l. Kostenfrei zugänglich.

In der aktuellen Kunstszene ist der Maler Ronald de Bloeme ein bekannter Name. So stellt ihn die Galerie Neue Meister der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden zurzeit im Rahmen der Sonderausstellung “Das versprochene Land“ aus. Die Exposition in der unternehmenseigenen Galerie der Deutschen Werkstätten ist allerdings die erste Personalausstellung des in Berlin lebenden Künstlers in der Sächsischen Landeshauptstadt. Ronald de Bloeme „erbeutet“ seine Anregungen in der Welt der Werbung und des kommerziellen Designs. Er verwendet u.a. allgegenwärtige Logos, verfremdet sie am Computer, fügt hinzu, nimmt weg, vervielfacht, montiert. Die daraus resultierenden Kompositionen bringt er auf großformatige Leinwände, verwandelt sie in Gemälde, deren glänzende Oberflächen die Ebenheit der Produktverpackungen oder Plakatwände imitieren. Durch de Bloeme nehmen diese Logos ein gänzlich neues Leben auf, losgelöst von ihrer ursprünglichen Intention, verändert, untergraben, ausgehöhlt durch die annektierte Kontrolle. Seit einiger Zeit „zensiert“ der in Berlin lebende Künstler seine Ursprungsbilder. Dabei überdeckt er seine Entwürfe mit Lackstreifen, die an Korrekturband oder geschwärzte Textstellen denken lassen. Diese Vorgehensweise impliziert eine starke politische Komponente: Durch das Zensieren bspw. von Logos weltweit bekannter Marken spiegelt er die manipulativen Methoden einflussreicher Medienkonzerne, mit denen die Menschen zum Konsum verführt werden sollen. Ronald de Bloeme wurde in Leeuwarden, Friesland/ Niederlande 1971 geboren. Nach dem Studium an der Willem de Kooning Akademie in Rotterdam kam de Bloeme 2000 im Rahmen eines Aufenthaltes im Künstlerhaus Bethanien nach Berlin, wo er seitdem lebt.