28. Oktober 2010 – 21. Januar 2011 · 13:32 Uhr

Ola Kolehmainen: Architekturfotografie

Mit der Exposition von Ola Kolehmainen ist es den Deutschen Werkstätten gelungen, einen der prominentesten Vertreter der »Helsinki School« in die unternehmenseigene Galerie zu holen. Im Zentrum der Arbeit des finnischen Fotografen steht die Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Architektur. Während sich die Werkstätten vornehmlich mit dem Innenraum beschäftigen, sind es bei Kolehmainen die äußeren Strukturen und Linien von Gebäuden, der er mit seiner Kamera festhält. Ihm geht es jedoch nicht in erster Linie um die reine Abbildung von Architektur: “In meinen Werken verwende ich Architektur als Ausgangspunkt, als Inspirationsquelle, aber nicht als ultimatives Endergebnis meiner künstlerischen Studien. Vielmehr sind meine Arbeiten eine Auseinandersetzung mit den Aspekten Raum, Licht und Farbe, die unsere Sehgewohnheiten reflektieren und hinterfragen“, so der Künstler dazu. Kolehmainen, 1964 in Helsinki geboren, absolvierte eine Journalistenausbildung, bevor er Fotografie an der University of Art and Design studierte. Er lebt und arbeitet heute in Berlin. Ca. acht seiner Arbeit wurden im Großformat von etwa je 2,0 x 2, 5 Metern bei den Deutschen Werkstätten mitten im offenen Bürotrakt ausgestellt, der seit dem Umzug in das neue Unternehmensgebäude als Ort der Kunst wirkt. Durch die Größe der Arbeiten sowie deren Präsentation in Form von Diasecs bekommen die Fotografien Objektcharakter. Der Betrachter wird aufgrund der spiegelnden Oberflächen gezwungen, sich immer wieder neu zum Bild zu positionieren. Reflektion ist nicht nur werkimmanent von Wichtigkeit, sondern auch in Hinblick auf die Rezeption der Arbeiten: Der Betrachter wird dadurch auf mehreren Ebenen aufgefordert, sein Verhältnis bzw. seine Wahrnehmung von Raum bewusst zu hinterfragen.

Ausstellungsdaten:

Ausstellungsdauer: 28. Oktober 2010 bis 21.01.2011