20. Juli 2010 – 30. September 2010 · 15:31 Uhr

Gute Botschaften aus Island

Island, erst in der jüngsten Zeit omnipräsent in der medialen Berichterstattung, prägt seine Bewohner mit ungewöhnlicher Natur und Klima. So findet sich die große Nähe zur Natur in den Arbeiten der isländischen Künstlerin Sigrún Ólafsdóttir wieder – speziell in einem ihrer Hauptthemen: dem Gleichgewicht. Ólafsdóttir, die mittlerweile in Deutschland lebt, ist mit ihrer aktuellen Ausstellung bei den Deutschen Werkstätten erstmals in Sachsen präsent. Ab dem 21. Juli zeigt die Werkstättengalerie des in Dresden/ Hellerau ansässigen Unternehmens ca. 25, meist neue Arbeiten. “Da Sigrún Ólafsdóttir zum ersten Mal in Sachsen ausstellt, haben wir auch einige ihrer älteren Arbeiten aufgenommen, um einen Eindruck von ihrer künstlerischen Entwicklung zu geben”, so Colin Ardley, Kurator der Werkstättengalerie. Ausgestellt werden große Skultpuren aus Stahl und Aluminium, eine Reihe von kleineren Arbeiten, meist Maquetten für größere Projekte u.a. im öffentlichen Raum, und eine große hängende Arbeit. Weitere Plastiken aus Latex und Holz sowie großformatige Tuschezeichnungen ergänzen die Exposition. Das Thema des Gleichgewichts im Raum zieht sich durch ihre Arbeiten, die alle fein ausbalanciert sind. So gibt es auch Objekte mit Kugellager und eine Arbeit, die kaum wahrnehmbar in ständiger Bewegung ist. Außergewöhnlich sind auch die Beziehungen zwischen Zeichnungen und Skulpturen: Die Skulpturen wirken durch ihre ausgeprägte lineare Struktur wie Zeichnungen, die durch den Raum gezogen wurden. Im Mittelpunkt der Arbeit steht die Suche nach dem Gleichgewicht zwischen Gegensätzen. Die Arbeiten leben von den potenziellen Möglichkeiten des Übergangs von einer Position in eine andere und schöpfen hieraus ihre Kraft. Der Ruhepunkt, das Gleichgewicht wird durch hin- und herpendelnde Bewegungen ausgelotet. Stabilität und Fragilität müssen miteinander agieren, um das Gleichgewichtsmoment zu finden. Aus der inneren Bewegung entsteht die äußere Erscheinungsform. Vernissage: 20. Juli 2010 Dauer der Ausstellung: 21. Juli bis 2. Oktober 2010 Ort: Werkstättengalerie der Deutschen Werkstätten im Moritzburger Weg 68, 01109 Dresden Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, 09:00 bis 16:00 Uhr (nicht an Feiertagen) Eintritt frei.