14. Januar 2010 – 12. März 2010 · 12:36 Uhr

Jan Grossmann: Skulptur und Grafik

Vier Ausstellungen haben die Deutschen Werkstätten für 2010 wieder in ihren Räumen geplant. Das Werkstättengalerie-Jahr beginnt mit der Exposition eines Dresdner Künstlers. Jan Grossmann. Skulptur und Grafik. Grossmann, Jahrgang 1970, lebt und arbeitet als Bildhauer in der Landeshauptstadt. Ca. zehn seiner Skulpturen und zahlreiche grafische Arbeiten, meist aktuelle Arbeiten aus 2009, werden ab dem 15. Januar mitten im offenen Büroabschnitt des Hellerauer Unternehmens zu sehen sein. „Mich interessiert vor allem die Eigenschaft von Material. Das Machen, die Abläufe stehen im Mittelpunkt meiner Arbeit“, so Jan Grossmann. Aktuell sind es Wabenplatten aus Pappe, aus denen der Künstler abstrakte Skulpturen entstehen lässt. Das Material gibt ihm die Möglichkeit viel zu experimentieren, aufzubauen und wieder zurückzunehmen. Daher wirken die Skulpturen organisch, gewachsen. Emotionalität bringt er vor allem am Ende des Schaffensprozesses mit der farbigen Lackoberfläche ins Spiel. So beschreibt er eines seiner rot lackierten Objekte als aggressiv und direkt, während das schwarze eher sinnlich, zurückgenommen wirke. "SPIN", der Titel dieser Skulpturen, ist aus der Physik entlehnt. "LOOP", die jüngsten Arbeiten, sind geschwungene, bandartige Formen aus Holzwerkstoffen. Die Arbeit an der Skulptur beginnt der Künstler mit einfachen linearen Zeichnungen, viele seine Grafiken entstehen dagegen am PC mit vektorbasierten Programmen. Jan Grossmann studierte an der Hochschule für Bildende Künste Dresden, war dort zunächst Meisterschüler bei Prof. Ursula Sax und später Assistent bei Prof. Eberhard Bosslet. Mit Hellerau verbindet ihn eine Sympathie für die Ideen von Gartenstadt und Deutschen Werkstätten. Und nun auch die erste eigene Ausstellung an diesem Ort. "Man muss sich zu den Objekten von Jan Grossmann verhalten, kann sie nicht nur kontemplativ betrachten, sondern muss sie umschreiten, ihren Bewegungen folgen, um ihre Dynamik und damit ihr Verhältnis zum Raum zu verstehen", so die freie Kuratorin Katja-Albers Stintz zu Grossmann. Diese aktive Kunstrezeption ist bis zum 12. März in den Hellerauer Werkstätten bei freiem Eintritt möglich. Wir freuen uns über Ihren Besuch. Ausstellungsdauer: 14. Januar bis 12. März 2010 Ort: Unternehmensgebäude der Deutschen Werkstätten Hellerau (Neubau), Moritzburger Weg 68, 01099 Dresden, Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, 9:00 bis 16:00 Uhr (nicht an Feiertagen). Kostenfrei zugänglich.