Villa Bodrum, Türkei

Leistungen Deutsche Werkstätten:
Innenausbau

Fertigstellung 2008

Fotos

In der südlichen Ägäis, nur eine halbe Stunde per Schiff von der Insel Kos entfernt, liegt Bodrum, in der Antike auch als Halikarnossos bekannt. Geburtsstadt von so berühmten Söhnen wie Heraklit und Herodot. Und es ist anzunehmen, dass man schon damals das warme, aber sehr windreiche Mittelmeerklima zu schätzen wusste.

Die Küste Bodrums ist alles andere als langweilig. Inseln, Halbinseln, Buchten und Kaps bieten nicht nur Surfern, Tauchern und anderen Wassersportlern ideale Sportbedingungen. Sie ist auch berühmt für ihre malerischen Ausblicke, die in Bodrum auch unverbaubar bleiben. Ganz im Gegensatz zu anderen türkischen Urlaubsorten. Die gefürchteten Bettenburgen sucht man hier vergebens. Dies ist einer örtlichen, durch den Staat bestätigten Bauvorschrift zu verdanken, die jegliche Bebauung auf maximal zwei Geschosse begrenzt. Deshalb hat Bodrum sich eine gewisse Exklusivität bewahrt. Die Stadt ist beliebter Feriensitz vieler Familien aus Istanbul und Ankara, die hier über ein Sommerhaus verfügen.

Das Zusammenspiel von Ein- und Ausblicken bestimmt die architektonische Grundidee des Hauses Bodrum. Haupt- und Nebenhaus sind von dem Münchner Architekturbüro Koubek & Hartinger nach den Wünschen der deutschtürkischen Auftraggeber sehr individuell konzipiert worden. Privat und repräsentativ zugleich. Ein Refugium für die ganze Familie, in dem Gäste immer herzlich willkommen sind. Dies findet sich auch im Innendesign von Bettina Ohlenschlager wieder. Sie verbindet fast strenge Modernität mit sparsam eingesetzten, historisch inspirierten Dekorationselementen, die von einem regionalen Künstler gefertigt wurden. Auch hier wird wieder die Grundidee, einen Bezug zwischen dem geschichtsträchtigen Ort und dem heutigen Geschmack und Komfort in Einklang zu bringen, verwirklicht.

Hierbei wurden auch an die Deutschen Werkstätten Hellerau, die man mit dem gesamten Innenausbau beauftragt hat, höchste Ansprüche gestellt. An die Technik, die Materialien, deren Verarbeitung und die Dimensionen, wie bei dem über Eck gehenden, riesigen Sofa von insgesamt nicht weniger als neun laufenden Metern.

Text: Helga Falkenstein
Foto: Bernadette Grimmenstein