Museumsreife Möbel

Tate Britain

Leistungen Deutsche Werkstätten:
Entwicklung und Herstellung von Möbeln

Fertigstellung 2013

Fotos

Die moderne Interpretation traditioneller englischer Möbelformen – nichts weniger als diese anspruchsvolle Herausforderung bekamen die britischen Caruso St. John Architects im Jahr 2007 gestellt. Eingebettet war sie in eine sehr viel größere Aufgabe: Die Sanierung der Tate Britain, jenem Londoner Museum mit der weltweit größten Sammlung britischer Kunst von 1500 bis zur Gegenwart.
 
Seit 19. November 2013 ist die neue Tate Britain, die in den vergangenen Jahren nicht nur Schritt für Schritt saniert, sondern auch neu gehängt wurde, wieder in ihrer kompletten Pracht zu besichtigen. Im letzten Abschnitt wurden die öffentlich genutzten Räumen wie das Rex Whistler Restaurant mit dem komplett restaurierten, weltberühmten Whistler-Gemälde, das Djanogly-Café oder die „member’s area“ fertiggestellt und Heimstatt für knapp 400 Möbel. Die diversen Tische, Stühle und Sessel stammen aus Sachsen.
 
Die Deutschen Werkstätten stehen seit einigen Jahren in Kontakt mit den Architekten von Caruso St. John, die sich einen besonders guten Ruf bei Museen und Kulturinstituten erworben haben. Da es ihnen nicht gelang, in Großbritannien ein Unternehmen zu finden, das ihre Möbelentwürfe Realität werden lassen konnte, besannen sie sich auf die Deutschen Werkstätten. Die Tische, Stühle und Sessel sind aus Eiche, sanft gebeizt und mit einem Naturholzeffektlack veredelt. Sie vereinen traditionelle Handwerkstechniken wie das Dampfbiegen von massiven Eichenelementen mit modernen Anmutungen wie beispielsweise offenen Multiplexkanten. Sitzflächen und Rückenlehnen der Stühle und Sessel sind mit schottischem Leder in vorrangig naturnahen Grün- und Rottönen gepolstert. Der Großteil der Möbel steht auf patinierten Messingfüßen.
 
Zusätzlich zeichneten die Deutschen Werkstätten für Tische, Kommoden mit Auszügen und Displays im Museumsshop verantwortlich, die in kürzester Zeit geplant und hergestellt wurden.

Text: Deutsche Werkstätten
Foto: Helene Binet