T-Gallery, Bonn

Konstruktion, Fertigung und Montage der Innenausbauten und der Sondermöbel

Fertigstellung 2005

Fotos

Das Raumschiff Orion aus den 60er Jahren ist uns noch so geläufig, weil es erstmals den Blick eines zahlenmäßig großen Publikums weit nach vorne richtete, in eine damals noch ferne, unvorstellbare Zukunft. Das war vor gut vierzig Jahren. Nun rückt diese Zukunft mit großen Schritten näher. Wir setzen uns mehr und mehr damit auseinander. Eines der Unternehmen, das sie quasi entwirft und aktiv mitgestaltet, ist die Deutsche Telekom. Ihre T-Gallery in der Bonner Konzernzentrale zeigt, wie das Unternehmen die Zukunft gestaltet und das bereits heute. Die T-Gallery ist der Ort, wo „unsere Pläne und unsere Vorstellungen von modernsten Kommunikationsanwendungen buchstäblich Gestalt annehmen.“ So der Telekom-Vorstandsvorsitzende Kai-Uwe Ricke. Mehr als 6000 Mitarbeiter arbeiten in Europas führendem Telekommunikationskonzern an neuen Produkten. Die Investitionen in die Zukunft liegen bei fast 900 Millionen Euro pro Jahr, so die Zahlen für 2003. Es versteht sich, dass auch die Deutschen Werkstätten Hellerau sich auf die Zukunft einpegeln mussten – im ersten Schritt in Zusammenarbeit mit der Corporate Design Agentur Scholz & Friends Sensai. Denn ebenso wie die Kommunikation und Informationstechnologie muss auch die Architektur den Blick in die Zukunft werfen, ein überzeugendes Gefühl von Zukunft vermitteln.
Vieles haben die Deutschen Werkstätten Hellerau technisch zum ersten Mal gemacht: Aluminium war ein Grundelement der Arbeit, so auch bei den fünf mal drei Meter großen Wall Screens mit ihren integrierten Bildschirmen, denn diese sind aus eloxiertem gebogenem Aluminiumbelag auf einer beweglichen Unterkonstruktion. Der Empfangstresen, an dem die Besucher der T-Gallery begrüßt werden, ist fünf Meter lang, Korpus in Aluminium, Platte in Wenge, mit eingelegter Aluminium-Intarsie, die auch ein spezielles RFID-Feld für die Codierung der Namensschilder der Gäste umfasst. Für wichtige Tagungen und Innovationsworkshops wurde zudem eine modulare Konferenz-Tischanlage für bis zu 24 Personen (Aluminium-Platte mit Wenge furniert) erstellt, damit Experten, Partner und Kunden in der T-Gallery zusammenkommen können, um gemeinsam an der Gestaltung der Zukunft zu arbeiten.
Einen baulich großen Schritt in Richtung Zukunft von Präsentation und Technik stellen die ‚Digits’ dar: Kuben aus Priva-Lite, einem Mattglas, das transluzent wirkt und erst bei Annäherung der Besucher den Blick auf das Innere der Würfel preisgibt. Die T-Gallery zeigt eine neue digitale Welt, die bereits weiterentwickelt wird und in Kürze neben den neuesten Produkten und Zukunftslösungen der Deutschen Telekom noch mehr Möglichkeiten zum Erleben und Ausprobieren für die Besucher des Zukunftsforums bringt.

Text: Rainer Baginski
Foto: Frank A. Ruemmele/ artur