Hochglanzparade auf 134 Metern

MY "Serene"

Leistungen Deutsche Werkstätten:
Planung, Innenausbau

Fertigstellung 2011

Fotos

Der Yachtname „Serene“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet „die Glückliche, Fröhliche, Heitere“. Und erfreuen kann sich der Eigner an dem 134 Meter langen Meistwerk, dessen Schiffsdesign von keinem geringeren als Espen Oino stammt. Das Innendesign hat das Büro Reymond Langton Design entwickelt und die Werkstätten bekamen den Zuschlag, Räume auf zwei Decks auszubauen. Dazu zählen Beach Club sowie auf Deck 5 die so genannte „Aft Lounge“, Zigarren-Zimmer, das Büro der Eigner und der Bereich, in der die Privatkollektion des Eigners präsentiert wird. Echte Klasse en masse war das Prinzip dieses Auftrages. Immerhin galt es ganze 500 Quadratmeter auszubauen und 40 Einzelmöbel herzustellen, die allesamt in Hochglanz ausgeführt wurden.

Als die diversen, komplett bei den Werkstätten gefertigten Barhocker, Breakfast-, Coffee- und Card Table sowie Schreib- und Schminktische zur Abnahme aufgereiht in der Fertigung standen, war das eine echte „Hochglanzparade“, die selbst die Hellerauer nicht alle Tage erleben. Ein handwerkliches und technisches Meisterwerk ist mit dem Dining Table gelungen. Der hochglanzlackierte Tisch aus Makassar-Furnier kann über Knopfdruck zu zwei Tischen ausgefahren werden. Dabei bewegen sich die Kopfenden des Tisches jeweils über eine Distanz von einem Meter auf Schienen und machen so Platz für weitere Gäste.

Viele, die sich mit dem Yachtbau beschäftigen, bringt das Stichwort „SOLAS“ ins Schwitzen. Denn die " International Convention for the Safety of Life at Sea" (Internationales Übereinkommen zum Schutz des menschlichen Lebens auf See) ist eine sehr komplexe und anspruchsvolle Regelung, um Schiffssicherheit zu gewährleisten. Sie wird sukzessive aktualisiert bzw. erweitert. Für Innenausbauer wie uns bedeutet das, strengste Vorgaben für den Innenausbau von Megayachten einhalten zu müssen wobei vor allem der Brandschutz im Mittelpunkt steht. Das hat gleichermaßen Einfluss auf die Art der verwendeten Materialien als auch die Weiterverarbeitung bzw. Konstruktion. So sind sämtliche Unterkonstruktionen der Serene mit dem Aluminiumplattenmaterial „Alu Core“ ausgeführt. Nicht brennbar sind aber auch die Lacke.

Die Serene ist bereits die zweite Megayacht der Werkstätten, die 100%SOLAS-zertifiziert worden ist. Schon früh haben sich die Hellerauer durch das komplexe SOLAS-Regelwerk gearbeitet und ebenso früh in der unternehmenseigenen Abteilung Forschung & Entwicklung an Fragestellungen wie der Verwendung nichtbrennbarer Lacke gefeilt. Der Vorteil des frühen Vordenkens: Die Werkstätten sind heute Vorreiter in der Ausführung der SOLAS-Kriterien und werden mehr und mehr auch als Berater herangezogen.

Text: Deutsche Werkstätten
Foto: Giovanni Romero/ SuperYachtPhoto.com