Deutsche Eiche mit fernöstlichem Charme –
Asien grüßt Bad Soden

Messer Group Unternehmenszentrale, Bad Soden

Leistungen Deutsche Werkstätten:
Entwurf, Planung, Innenausbau

Fertigstellung 2011

Fotos

Bereits die Aufzugstüren geben dem Besucher einen ersten Hinweis auf die stilistische Präferenz des Hausherren. Wer im obersten Geschoss der neu erbauten Unternehmenszentrale der Messer Group in Bad Soden aus dem Aufzug tritt, blickt in einen Spiegel. In ihm sieht er die sich schließenden Türen. Sie sind schwarz - bis auf eine goldfarbene kreisrunde Scheibe - ein fernöstliches Symbol für die aufgehende Sonne.

Stefan Messer, Chief Executive Officer des weltweit agierenden Industriegaseherstellers, hält sich geschäftlich häufig in Asien auf. Doch auch privat gefallen ihm Farben und Formen Asiens. Unter anderem sammelt er landestypische Figurinen, wie fernöstliche Buddhas und Vasen. Sein Wunsch war, diese Objekte zusammen mit den sogenannten Tombstones von den vielzähligen Finanztransaktionen der Messer Gruppe in die neuen Räumlichkeiten zu integrieren.

Die Deutschen Werkstätten, die für Entwurf, Innenausbau und Innenausstattung verantwortlich zeichneten, gingen einen Schritt weiter. Sie gaben nicht nur den Sammlerstücken eine neue Heimat, indem sie sie in einem überdimensionalen, hinterleuchteten Setzkasten unterbrachten. Sie kombinierten vielmehr auf der gesamten Vorstandsebene vorhandene historische Möbelstücke wie einen traditionellen chinesischen Hochzeitsschrank mit Designklassikern der westlichen Sphäre. Hinzu kamen Sonderanfertigungen wie ein Couchtisch und, besonders erwähnenswert, eine Schreibtischanlage im Chefbüro.

Der Tisch besteht aus gebürsteter Eiche, Edelstahl und einer Ledereinlage. Überhaupt ist die dunkel gebeizte Eiche eines der dominierenden Materialien auf der gesamten Etage. Türen und Türrahmen, Wandverkleidungen, Einbauschränke und auch der Setzkasten sind mit dem Eichenfurnier belegt, das durch die Bürstung eine wunderbare Haptik erhält. Als farblichen Kontrast wählten die Innenarchitekten der Deutschen Werkstätten ein sattes Chinarot. Ob für die Hochglanzpaneele rund um den Aufzugsblock, ob für handgefertigte Einzelmöbel oder als bestimmende Farbe der Malereien von Simone Draxler im Flur: Schwarz und Rot bilden eine gelungene Kombination.

Neben den öffentlichen Bereichen, dem Geschäftsführerbüro und dem angrenzenden Sekretariat wurde zudem der Konferenzraum mit einer schwarz gebeizten Bambuswandverkleidung ausgebaut. Er weist ein verspieltes Detail auf: Über eine Gasflasche lassen sich Raumtemperatur und Licht steuern.

Text: Deutsche Werkstätten
Foto: Bernadette Grimmenstein