Ein ausgesucht schöner Ort der Wissenschaft

Leopoldina, Halle an der Saale

Leistungen Deutsche Werkstätten:
Ausstattung mit losem Mobiliar

Fertigstellung 2012

Fotos

Auch wer sich bislang nicht allzu sehr zur wissenschaftlichen Arbeit hingezogen fühlte, kann beim Anblick dieses markanten Gebäudes ins Grübeln (oder Träumen) geraten: Wie wäre es, sich täglich von diesen Räumen inspirieren zu lassen – zwar vielleicht nicht wissenschaftlich, aber zumindest ästhetisch? Der Ort, der diese Gedanken auslöst, ist der neue Hauptsitz der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina in Halle an der Saale.

Bei der Einweihung des Gebäudes im Mai 2012 hob Leopoldina-Präsident Professor Jörg Hacker den Wandel der Leopoldina von einer reinen Gelehrtenvereinigung zu einer modernen Arbeitsakademie hervor. Dieser Wandel werde durch das neue repräsentative Gebäude sichtbar. Die Sanierung des im 17. Jahrhundert errichteten Gebäudes (durch die Leipzig-Niederlassung von RKW Rhode Kellermann Wawrowsky) erfolgte nach historischem Vorbild. Dabei blieb die ursprüngliche Raumabfolge bewahrt, und einzelne Räume tragen heute wieder die Farben ihrer jeweiligen Entstehungszeit.

Ein großer Festsaal im ersten Stock bietet Platz für 380 Teilnehmer bei internationalen Tagungen oder Festveranstaltungen. Einen zweiten Hörsaal mit 170 Plätzen sowie mehrere Seminarräume nutzt die Akademie für Symposien und öffentliche Vortragsveranstaltungen. Beide Säle, die Studierzimmer, den imposanten, historischen Besprechungsraum sowie den Vorstandsbereich statteten die Deutschen Werkstätten mit losen Möbeln aus. In den großen Sälen kam die imposante Zahl von 650 Stühlen des Klassikers von Castelli zum Einsatz. Der Konferenzraum wird durch den Brunner-Konferenzstuhl „Finasoft“ komplettiert, das Büro der Generalsekretärin stammt von Leuwico. Professor Hacker arbeitet zukünftig an einem individuell für ihn gefertigten Schreibtisch.

Die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina ist seit 2008 die Nationale Akademie der Wissenschaften. Sie bearbeitet unabhängig von wirtschaftlichen oder politischen Interessen wichtige gesellschaftliche Zukunftsthemen aus wissenschaftlicher Sicht, vermittelt die Ergebnisse der Politik und der Öffentlichkeit und vertritt diese Themen national wie international. Gegründet wurde sie bereits 1652 in Schweinfurt und ist die älteste ununterbrochen existierende naturwissenschaftlich-medizinische Akademie der Welt. Sie wählt hervorragende Wissenschaftler zu ihren Mitgliedern - seit ihrer Gründung mehr als 7.000 Persönlichkeiten. Dazu gehörten unter anderem Marie Curie, Charles Darwin, Albert Einstein, Johann Wolfgang von Goethe, Alexander von Humboldt, Justus von Liebig und Max Planck.

Text: Deutsche Werkstätten
Foto: Gunter Binsack