Kempinski Hotel Taschenbergpalais, Dresden

Innenausbau Kurfürstensaal

Fertigstellung 1995

Fotos

Das Taschenbergpalais ist einer der größten und wertvollsten Palaisbauten Dresdens. 1989 begannen die Verhandlungen, das Taschenbergpalais in seiner Gestalt von 1760 wiederherzustellen. Eine besondere Herausforderung war es für die Deutschen Werkstätten Hellerau, den Kurfürstensaal in seiner jetzigen Form herzustellen. Es handelte sich hierbei um rund 280 qm Wandverkleidung mit großflächig stoffbespannten Einlagen, ein- und zweiflügeligen Türen sowie der vollautomatischen mobilen Trennwand in Oberfläche Birke, weiß gebeizt und seidenmatt lackiert. Die drei vierflügeligen Eingangselemente erhielten beidseitig Myrthe-Wurzelfurnier, gebeizt, auf Kreuzfuge gespiegelt und mit einem Intarsieneinlegeband versehen. Alle Türflächen wurden aus einer Myrthe-Wurzel-Knolle in Abwicklung gelegt. Das Arbeiten aller Gewerke erfolgte über vorher festgelegte Raumachsen unter Berücksichtigung der umlaufenden Betonwände. Man kann sagen, dass hier „ein Raum im Raum“ erstellt wurde. Die AB Living Design, Djursholm Schweden war mit der innenarchitektonischen Planung betraut. Vom Innenausbau der Deutschen Werkstätten stammt die Konstruktion und Realisierung von Wandverkleidung, Saaltüren, Trennwandelementen und Weißteilen im Kurfürstensaal. Der 32 x 6 m große Kurfürstensaal dient als Multifunktionsraum. Bei der Realisierung wurde vorrangig auch auf Schall- und Brandschutz geachtet.

Text: Deutsche Werkstätten
Foto: Jörg Schöner