In der Tradition August des Starken

Kabinettschrank

Leistungen Deutsche Werkstätten:
Entwurf, Entwicklung, Fertigung

Manfred Schmid:
Entwurf, Urushilack

Fertigstellung 2012

Fotos

„Es ist voll Pracht“ – mit diesem schönen Wortspiel feierte das Grassimuseum im März 2012 das Ende seiner langen Sanierungsphase und die Eröffnung des dritten Teils der Dauerausstellung „Vom Jugendstil zur Gegenwart“ (einen Besuch können wir übrigens wärmstens empfehlen, nicht nur wegen der vielen Exponate aus dem Hause der Deutschen Werkstätten).

„Es ist voll Pracht“ können auch wir nun frohlocken und meinen damit die Fertigstellung unserer jüngsten „Fingerübung“ – einem ganz besonderen Kabinettschrank. Dieses wunderbare, kunsthandwerklich anspruchsvolle Projekt, über das wir während seiner Entstehungsphase auf unserer Website regelmäßig berichteten, haben wir dem Bremer Urushilack-Künstler Manfred Schmid zu verdanken.

Den Wunsch, einen Kabinettschrank in der Tradition der Lackmöbel und Kabinette des Dresdner Kunsthandwerkers Martin Schnell zu Zeiten von August des Starken zu fertigen, hegte Manfred Schmid schon eine ganze Weile lang. Da ausschließlich die Außenhülle mit Urushilack veredelt, das Innenleben des Schränkchens nach Schmids Vorstellungen jedoch aus Holz bestehen sollte, musste er einen Partner finden, der sich dieser Aufgabe annehmen wollte. Er fand ihn in Hellerau – und wir sind stolz, dass wir sie mit Manfred Schmid gemeinsam angehen durften.

Nach rund 18-monatiger Entwicklungs- und Herstellungszeit ist ein Kabinettschrank (Urushilack und Kirschholz) verkauft und ein weiteres Exemplar (Urushilack und Blumenesche) ab 4. Mai 2012 im Museum für Lackkunst in Münster zu sehen. Drei weitere Kabinettschränke sieht das Konzept von Manfred Schmid vor, dann aber ist Schluss. Denn manche Dinge muss man klein halten, um sie fein machen zu können. Preis auf Anfrage. www.urushi.de

Text: Deutsche Werkstätten
Foto: Sven Döring