Internationales Congress Center, Dresden

Planungsberatung, Werkplanung und Ausführungskoordination Innenausbau

Fertigstellung 2004

Fotos

Der Geist weht, wo er will, so heißt es. Er hat offenbar immer schon gern in Dresden geweht. Die Schönheit dieser Stadt erwächst aus dem harmonischen Miteinander von Natur und, ja, Geist; Natur in Form der Elblandschaft, die das Weichbild der Stadt durchzieht, Geist in Gestalt des kunstvollen Stadtbildes, das den Fluss begleitet und zuletzt durch das Internationale Congress Center vervollkommnet wurde. Die Architekten haben mit den Deutschen Werkstätten Hellerau Innenarchitektur und Innenausbau des Congress Centers besorgt, die Hellerauer waren mit Planungsberatung und Werkplanung beteiligt. Die Handschrift der Deutschen Werkstätten ist im Restaurant, im großen Konferenzsaal (der durch Zwischenwände unterteilt werden kann), in den Seminarräumen, in den Büros der Verwaltungsebene und an den Bars und in den Counter- und Kassenbereichen des Restaurants zu studieren. Auch Stil und Auffassung unserer Innenarchitekten ist an den verschiedensten Stellen unverkennbar. So im großen Saal, dort wurde durch die Verkleidung der geschwungenen Wand die horizontale Ausrichtung deutlich betont. Vieles im gesamten Gebäudekomplex spielt zwischen Hell und Dunkel. Die verwendeten Hölzer, Eiche hell gebeizt und Eiche dunkel gebeizt, nehmen das Thema immer wieder neu auf, auch in den Fußböden. Die Tagungsräume sollten vor allem akustische und klimatechnische Qualitäten garantieren, aber auch sie fügen sich jetzt optisch angemessen ein in den Gesamteindruck. Beeindruckendes Detail: Die wie schwebende goldene Scheiben wirkenden Leuchten im großen Saal.

Text: Rainer Baginski
Foto: Bernadette Grimmenstein