Zurück in Paris

Apartment, Paris

Leistungen Deutsche Werkstätten:
Innenausbau

Fertigstellung 2013

Fotos

Im Jahr 1900 präsentierten die Deutschen Werkstätten auf der Weltausstellung in Paris mehrere Räume, die dem geradlinigen und sachlichen Einrichtungsstil des Gründers Karl Schmidt entsprachen. Das gerade einmal zwei Jahre alte Unternehmen reiste mit drei Bronzemedaillen ausgezeichnet zurück nach Sachsen.

113 Jahre hat es gedauert, bis die Deutschen Werkstätten wieder in der französischen Hauptstadt und in Frankreich generell aktiv wurden. Für den Ausbau einer Wohnung im 3. Arrondissement holte uns der international tätige Designer Luis Laplace ins Boot.

Herzstück des Appartements ist das fünfeinhalb Meter hohe Wohnzimmer. Die gesamte weitere Fläche ist zweigeschossig angelegt. Wir fertigten und montierten unter anderem eine komplexe Regalwand, die umfangreich illuminiert werden kann. Vor dieser Wand aus amerikanischem Nussbaum führt eine Treppe, ebenfalls aus amerikanischem und französischem Nussbaum und mit einem Messing brünierten Geländer versehen, in den ersten Stock. Auch alle Einbauschränke, ein fest installiertes TV-Möbel, alle Türen, die Heizkörperverkleidungen und die Fensterbänke wurden in Hellerau gefertigt. Wir verlegten zudem das Parkett aus französischem Nussbaum.
Während des Projektverlaufs von rund anderthalb Jahren bauten wir zudem so genannte Mockups (Teilaufbauten) von Treppe, Bibliothek und Türen, um dem Kunden sowie dem Büro Laplace & Co. einen detaillierten Eindruck von dem Zusammenspiel der Materialien zu geben.

Für Luis Laplace, gebürtiger Argentinier, und sein Team war es das erste Projekt in Paris, obwohl der Designer vor fast zehn Jahren von New York an die Seine kam. Für die Deutschen Werkstätten war es wiederum das erste Projekt mit Luis Laplace. Wir freuen uns, dass die Zusammenarbeit eine direkte Fortsetzung findet. In den französischen Alpen bauen wir ein Chalet nach dem innenarchitektonischen Entwurf von Laplace aus: Romanische Leichtigkeit und germanische Detailgenauigkeit scheinen nicht schlecht zusammenzupassen…  

Text: Deutsche Werkstätten
Foto: Sven Döring