Perfektion in allen Nuancen

Apartment, Moskau

Leistungen Deutsche Werkstätten:
Entwurf, Planung, Projektmanagement, Innenausbau

Fertigstellung 2008

Fotos

Dieser Auftrag wurde uns von einem russischen Musik- und Kunstliebhaber direkt erteilt. Und wie wir bald feststellen durften, handelte es sich auch um einen leidenschaftlichen Perfektionisten.

Es ging darum, ein 250 qm großes Apartment in einer Moskauer Gründerzeitvilla ganz nach den persönlichen Wünschen und Bedürfnissen des Bauherrn zu planen, bis ins Detail auszuarbeiten und mit der gleichen Akribie zu realisieren. Alle Arbeiten, von der Entkernung bis zu den Seidenvorhängen, wurden entweder unter der Regie oder aber von den Deutschen Werkstätten Hellerau selbst ausgeführt. Wobei eine weitere Vorgabe unseres russischen Auftragebers war, dass sämtliche Gewerke von deutschen Firmen in deutscher Qualität geleistet würden, was in Moskau leichter gesagt als getan ist. Aber wir haben die Chance genutzt, quasi als Generalunternehmen alle Vorarbeiten so zu kontrollieren, dass die späteren Einbauten passgenau eingesetzt werden konnten, ohne ausgleichen zu müssen.

Um diese Perfektion zu erreichen, wurde ein 3-D-Aufmaß von der gesamten Wohnung erstellt. Danach wurden die Wände teilweise bis zu 7 cm aufgeputzt, um eine perfekte Raumgeometrie zu erreichen. Die ausgesprochen glatten Wandoberflächen wurden von Hand durch schrittweises Spachteln und Schleifen in
Q-4-Qualität ausgeführt.

Als bekennender Technik- Enthusiast kann der Hausherr beim Betreten der Wohnung sämtliche Funktionen wie Licht, Klimatisierung und Heizung über einen Touchscreen abrufen und steuern. Auf besonderen Wunsch wurden von einem Lichtdesigner vorprogrammierte Beleuchtungsszenarien entwickelt. All diese Koordinaten können jederzeit über den Touchscreen oder die in den Räumen verteilten Regler je nach Belieben verändert werden.

Neben allem Hang zur Technik kamen ansonsten nur natürliche Materialien zum Einsatz. Vom edelsten Holz bis zu den feinsten Stoffen.

Text: Helga Falkenstein
Foto: Frank Herforth