Chronik der Deutschen Werkstätten

1873 Unternehmensgründer Karl Schmidt wird in Zschopau geboren.
1887 - 1892 Er absolviert eine Tischlerlehre in Zschopau.
1892 - 1896 Wander- und Gesellenjahre. Schmidt geht nach Kopenhagen, Stockholm, London und Berlin.
1.10.1898 Gründung einer Bautischlerei und Möbelfabrik, im gleichen Jahr unter dem Namen „Dresdner Werkstätten für Handwerkskunst Schmidt und Engelbrecht“ geführt.
1899 Umbenennung in „Dresdner Werkstätten für Handwerkskunst Schmidt und Müller“.
1899 Beteiligung an der Deutschen Kunstausstellung in Dresden.
1899/1900 Beteiligung an der „Volkstümlichen Ausstellung für Haus und Herd“ in Dresden. Sächsischer Staatspreis.
1900 Weltausstellung in Paris. Drei Bronzemedaillen.
1901 Internationale Kunstausstellung in Dresden. Große Goldene Plakette.
1901 Tod Müllers. 1902 Neuanfang mit sechzig Beschäftigten.
1902 Erste Internationale Ausstellung für moderne dekorative Kunst in Turin. Staatsmedaille.
1904 Weltausstellung in St. Louis. Ein Großer Preis, mehrere Gold-, Silber- und Bronzemedaillen.
1905 Firmenname „Dresdner Werkstätten für Handwerkskunst Karl Schmidt“.
1906 Ehrenurkunde für das Maschinenmöbel „Dresdner Hausgerät“.
1907 Firmenname „Deutsche Werkstätten für Handwerkskunst Karl Schmidt“.
1907 Karl Schmidt ist Mitbegründer und Mitglied des Deutschen Werkbundes.
  Geschäftsstelle ist bis 1910 der jeweilige Sitz der „Deutschen Werkstätten“.
1907 Zusammenschluss mit den „Werkstätten für Wohnungseinrichtung Karl Bertsch“, München zu den „Deutschen Werkstätten für Handwerkskunst G.m.b.H., Dresden und München“. 250 Beschäftigte.
1908 Die Gartenstadt-Gesellschaft Hellerau und die Baugenossenschaft Hellerau werden gegründet.
1909 Grundsteinlegung der Fabrik in Hellerau. Entwurf Richard Riemerschmid.
1910 Grundsteinlegung des Festspielhauses Hellerau. Entwurf Heinrich Tessenow.
1913 Umwandlung der „Deutschen Werkstätten“ in eine Aktiengesellschaft. Nach Entwürfen von zwanzig Architekten wird das „Dresdner Hausgerät“ zum „Deutschen Hausgerät“ erweitert.
1914 Beteiligung an der Werkbund-Ausstellung in Köln.
1923 Gründung der De-We-Tex, Deutsche Werkstätten-Textilgesellschaft.
1927 „Die billige Wohnung“ entsteht nach Entwürfen von Adolf Schneck.
1937 „Die wachsende Wohnung“ nach Entwürfen von Bruno Paul. Teilnahme an der Weltausstellung in Paris. Mehrere Medaillen.
1946 Auflösung der Aktiengesellschaft und Enteignung.
1948 Karl Schmidt stirbt in Hellerau.
1951 Das Unternehmen wird als „VEB Deutsche Werkstätten Hellerau“ in Volkseigentum umgewandelt. In den Folgejahren Innenarchitektur und Ausbau zahlreicher Objekte durch den Bereich „Sonderfertigung“.
1957 Anbaumöbel Typensatz 602 von Franz Ehrlich.
Seit 1950 Herstellung von spanlos verformten Möbeln.
Seit 1967 Im Rastersystem aufgebaute Montagemöbel (MDW-Programm) vom Entwurfskollektiv Rudolf Horn.
1991 Umwandlung in eine GmbH.
1992 Reprivatisierung durch die Treuhand im Rahmen eines Management Buy-in.
Seit 1993 Konzentration auf hochwertigen Innenausbau.
1995 Einstieg in das Yachtgeschäft
1996 Wettbewerb zum Neubau des Fertigungsbereiches.
1997 Gründung der Grundbesitz Hellerau GmbH, 1998 Trennung der Immobilie Werkstättenkomplex vom Unternehmen Deutsche Werkstätten Hellerau GmbH. Beginn der Sanierung des Ensembles.
1999 Beginn der Generalunternehmer-Tätigkeit in Innenausbau-Projekten
2000 verstärkte Entwicklung des Objektbereiches zum Kompetenzzentrum Innenarchitektur
2001 Entwicklung von Leichtbaustrukturen für den Yachtausbau
Seit 2003 Öffnung der Deutschen Werkstätten Hellerau GmbH für den europäischen Markt, Vorbereitung von weltweitem Einsatz
2005/06 Bau des neuen Unternehmensgebäudes in Hellerau
2006 Umzug in das neue Unternehmensgebäude am Moritzburger Weg 68, vis-à-vis der „Schraubzwinge“
2006 Internationalisierung beginnt mit Gründung einer Tochtergesellschaft in Russland
2008 Gründung der Tochtergesellschaft Deutsche Werkstätten D&B und Deutsche Werkstätten Lebensräume
2012 Neben der Niederlassung in Moskau samt kleiner Fertigungseinheit beschäftigt das Unternehmen Repräsentanten in England, Frankreich und im asiatisch-pazifischen Raum. Weltweit arbeiten gut 230 Menschen für die Deutschen Werkstätten.