07.11.2017

Rekonstruktion der Zukunft

So der Titel eines Projektes im Europäischen Zentrum der Künste, dem ehemaligen Festspielhaus. Vom 17. Oktober bis zum 11. November 2017 widmet sich die weltweit bekannte Aufführungsstätte modernen Tanzes den Themen Raum, Licht, Bewegung und Utopie. Im, vor und mit dem rekonstruierten Bühnenbild der 1913 aufgeführten Oper „Orpheus und Eurydike“ (C.W.Gluck) finden Vorträge, Tanzaufführungen und Bewegungsperformances statt. Wir sind begeistert von diesem Brückenschlag zwischen dem beginnenden 20. Jahrhundert und heute. Er weist die zeitüberspannende Gültigkeit vorwärtsweisender Hellerauer Ideen und Visionen nach. Die unvermindert anhaltende Kraft der Kulissen eines Adolphe Appia und der Lichtinszenierung eines Alexander von Salzmann lässt sich nicht besser nachweisen als durch eine direkte Konfrontation mit der Gegenwart. Der damals erdachte frei bespielbare Theaterraum ist auch heute noch von unveränderter Gültigkeit, voll zu nutzen und in der Rekonstruktion für jeden Besucher auch sinnlich erfahrbar. Als begeisterte Unterstützer der Weltkulturerbebewerbung Helleraus halten wir genau dies für den richtigen Weg, um Hellerau als Hotspot der Moderne wieder mehr ins Zentrum öffentlichen Interesses zu rücken. Informationen zum Programm und mehr über die Hintergründe erfahren Sie hier: www.hellerau.org