17.03.2017

Metall! Oder doch nicht?
Vom Wert der Oberfläche

Mit unserem Innenausbau ist es wie häufig im Leben: Der komplizierteste und schönste Inhalt wird erst anerkannt, wenn auch die Oberfläche stimmt. Wir planen und fertigen die kompliziertesten Technikintegrationen und die kühnsten Unterkonstruktionen. Wenn der äußere Schein jedoch nicht perfekt ist, scheint all dies nur noch halb so viel wert zu sein. Die Oberfläche ist, der eigentlichen Bedeutung des Wortes folgend, „sinnenfällig“. Der Betrachter kann sie sehen, fühlen, manchmal sogar riechen. Uns ist das sehr bewusst. Eine eigene Furnierabteilung und eine technisch und personell hervorragend ausgestattete Abteilung Oberfläche tragen den hohen Anforderungen Rechnung. Oft werden für eine bestimmte Oberflächenwirkung eigene Versuche auf den Weg gebracht. Dabei gehen wir sehr pragmatisch vor – ebenso wie unser Firmengründer Karl Schmidt: Wo ist das Problem? Packen wir es an!

Nehmen wir zum Beispiel das Thema „Metallisation“.

Muss etwas, das wie Metall aussieht, auch immer Metall sein? Eine Frage, über die sich trefflich streiten lässt und die in der Architekturgeschichte schon viele Gemüter erhitzt hat. Wir gehen sehr unvoreingenommen an diese Frage heran, wie es schon immer in den Deutschen Werkstätten der Fall war, wenn es um den Umgang mit neuen Techniken oder Materialien ging. Man könnte es Pragmatismus nennen - oder auch Neugier. Muss irgendwo Gewicht eingespart werden und soll das betreffende Element dennoch wie Metall aussehen? Warum sollte das Trägermaterial dann nicht etwas ganz anderes, Leichteres sein, das dann doch wie massives Metall aussieht? Gefragt, getan: Die Fachleute in unserer Abteilung Oberfläche machten sich ans Werk und suchten nach einer Antwort. Sie heißt „Metallisation“:

Der Nutzen dieses Verfahrens liegt klar auf der Hand: Formen, die in Massivmetall gar nicht oder nur unter großem Zeit- und Finanzaufwand hergestellt werden könnten, lassen sich auf diesem Weg einfacher und preiswerter fertigen. Zuweilen wird nun eine Metalloptik auch an Stellen möglich, an denen ein Einsatz massiven Metalls nicht denkbar ist.

Derartige Beispiele gibt es häufig. Ohne die Tüftler und Neugierigen, die Unverzagten und Hartnäckigen in unseren Reihen wäre das nicht denkbar. Sie machen immer mehr, als eigentlich von ihnen erwartet wird, und streben nach Perfektion. In den meisten Fällen erreichen sie sie sogar.