21.07.2016

In touch with the V&A

Als wir dieses Jahr vom weltbekannten Victoria and Albert Museum in London angefragt wurden, ob wir Material für eine Ausstellung zu den großen Ozeandampfern beisteuern könnten, staunten wir über die Bedeutung des Unternehmens im historischen Schiffsinnenausbau. Die Ausmaße des Geschäftsfeldes im 20. Jahrhundert waren uns zu diesem Zeitpunkt selbst noch nicht ganz klar. Wir berichteten im Mai darüber. Als sich nun herausstellte, dass wir auch für eine Ausstellung zum Thema „Sperrholz“ ('Plywood') Grundlegendes beitragen können, waren wir schon ein wenig stolz. Natürlich war uns klar, dass die Freude am Neuen, am Erfinden und am Lösen von Problemen fest in der DNS des Unternehmens verankert ist, aber diese Anfrage bestätigt uns diese Erkenntnis in schöner Art und Weise. Schon immer waren die Deutschen Werkstätten an Problemlösungen interessiert und arbeiteten in den Anfangszeiten bis weit in die 30er Jahre hinein an innovativen Holzwerkstoffen. Die wichtigsten Ergebnisse dieses Erfindungsgeists dürften die gesperrte Tischlerplatte, das vergütete Holz und vielleicht sogar die Spanplatte sein – allesamt bahnbrechende Entwicklungen für den internationalen Möbel- und Innenausbau. Das Victoria and Albert Museum findet das ausstellungswürdig und wir schließen uns dieser Meinung mit Freude an.


Foto: Ocean Liner New York und Boissevain

Quelle: Sächsisches Hauptstaatsarchiv Dresden, Bestand DWH